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| SOJUS / GAIA - Die Supermission der ESA am 19.12. |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 15.12.2013, 19:49 - Forum: Die LSK / LV
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» GAIA – die Erdgöttin demnächst auf Sternenjagd
Es ist: Die Flaggmission der ESA,
Eine Mission der Superlative; Eine der teuersten und aufregendsten Missionen .
Sie soll Galaxien finden und einordnen und in einer Karte verzeichnen. >>>>>> Nun soll es endlich nach mehrmaliger Verschiebung soweit sein:
Der Start ist auf den 19. Dezember 2013 um 10:12 MEZ festgelegt mit dem Observatorium Gaia auf der Soyuz-STB mit der Fregat-MT- Oberstufe in Kourou (Franz.-Guayana)
Dazu der aktuelle ESA -Blog (an die Presse gerichtet) eingefügt: „ESA-Mission GAIA zur Kartierung unserer Galaxie startbereit“
Der Satellit GAIA der Europäischen Weltraumorganisation ist bereit für seinen Start, der am 19. Dezember um 10.12 Uhr MEZ erfolgen soll.
Das Ereignis wird live vom Europäischen Raumflughafen in Französisch-Guayana aus für Fernsehsender sowie im Internet übertragen und kann auf verschiedenen Startveranstaltungen in Europa mitverfolgt werden.
Als Trägerrakete kommt eine von Arianespace betriebene Sojus zum Einsatz. Mit einer Erfolgsmeldung wird etwa anderthalb Stunden nach dem Start gerechnet, wenn GAIA ihren Sonnenschild ausgefaltet hat.
Im ESA TV
ESA TV wird gemeinsam mit Arianespace Fernsehsendern eine Live-Satellitenübertragung oder einen Live-Videostream des Starts zur Verfügung stellen. Einzelheiten auf: http://esatv.esa.int/Television.
Das ist ein ungewöhnlich hoher Öffentlichkeitsaufwand, der über den wissenschaftlichen Inhalt viel aussagt.
Nun die Vorgeschichte und der Missionsinhalt (kurz gefasst):
Am 22.09.2013 wird gepostet-„ Die ESA-Raumsonde Gaia hat gute Chancen auf einen - vielleicht sogar länger währenden - Spitzenplatz im Wettrennen um die meisten Superlative in der Weltraumforschung. In Kourou laufen derzeit die vorbereitenden Arbeiten zum Zusammenbau von Trägerrakete und Nutzlast“.
Wenn man eine Mission zur Himmelskartographie nach der griechischen Erdgöttin benennt, bedarf es schon einiger intellektueller Anstrengung, dies zu begründen. Selbst die ursprüngliche Bedeutung von „GAIA“ als Abkürzung für „Global Astrometric Interferometer for Astrophysics“ liefert wenig bis keine Bezüge zur Erde. Spätestens seit klar war, dass die vor Jahren angedachte optische Interferometertechnik an Bord nicht zum Zuge kommt, entfiel auch dieser Grund für die Namensgebung. Um keine Verwirrung zu stiften …, äh, besser: Um keine kostenträchtigen Kommunikationsmaßnahmen hervorzurufen, wollte man vom Namen dennoch nicht abrücken. Aus der Großschreibung „GAIA“, allgemein Indiz für eine Abkürzung, wurde das normal geschriebene Wort „Gaia“.
Es gibt dennoch keine Brücke zwischen Namen und Mission.
Doch Spaß beiseite. Wenn mit Gaia einige Exoplaneten zu finden sind, soll der Name durchaus gerechtfertigt sein.
Die Fähigkeit, feinste Taumelbewegungen eines Sterns zu registrieren und daraus auf Planeten mit zumindest Jupiter-Masse schließen zu können, ist Gaia ja mitgegeben.
Planetenjagd ist aber nicht Primäraufgabe, eher, wenn man so will, die Sternenjagd.
Zehnwöchige Startkampagne
Und ein weiteres Novum: Es ist mir keine Mission mit einem längeren Countdown bekannt. Selbst die 10 Wochen wurden inzwischen überschritten:
Gaia wurde am 23. August 2013 in einer Antonow 124 vom Hersteller Astrium SAS in Toulouse nach Französisch-Guayana überführt.
(Diese Maschine ist bekanntermaßen der größte, je in Serie gebaute Transporter).
Bereits vor längerer Zeit wurden in Toulouse Akustik- und Vibrationstests durchgeführt sowie die Dichtigkeit des Treibstoffsystems und das thermische Verhalten überprüft.
= >> Etwa ein Jahr vor dem geplanten Start hat das Observatorium Gaia in einer Testeinrichtung in Frankreich Tests überstanden, in denen überprüft wurde, ob die Sonde die extremen Temperaturen der Mission aushalten wird.
Die extrem sensible Sonde befindet sich in Kourou inzwischen in der auf (damals) zehn Wochen angesetzten engeren Startvorbereitungsphase.
Der charakteristische Sonnenschutz ist Hauptgrund für die ungewöhnlich lange Startkampagne. Sonde und Sonnenschutz wurden aus Platzgründen getrennt nach Kourou geliefert.
Letzte Tests der Stromversorgung liefen in der Woche ab 09. September. In der gleichen Woche begannen die Vorbereitungen zum Anbau des Sonnenschutzes.
Da der Sonnenschutz einen Durchmesser von 10 Metern hat, bedarf es einer Halle mit innen mindestens 12 Metern Seitenlänge, um genug Freiraum für den Schirm und das notwendige technische Equipment zu haben. Der aufwendige Faltmechanismus für den Schutz aus zwölf Lagen Folie ist zwar schon in Toulouse intensiv geprüft worden, man will bei diesem für die Mission essentiellen Bauteil aber keine Risiken eingehen und vertraut erst zufriedenstellenden Testergebnissen vor Ort in Kourou.
Nach Abschluss der Sonnenschutztests wird Gaia in einem klimatisierten, mobilen Reinraum-Container in das Gebäude S5B transportiert. Dort erfolgt nach Betankung und Druckbeaufschlagung das Aufsetzen der Sonde auf den Oberstufen-Adapter.
Sonde mit Adapter werden sodann in das Gebäude S3B gefahren, wo der Zusammenbau mit der bereits betankten Fregat-MT-Oberstufe und die Einhausung mit der Nutzlastverkleidung erfolgt. Ab da ist die Sonde nicht mehr zugänglich und ihr Zustand nur noch visuell und über die elektrischen Verbindungskabel zu prüfen.
Vier Tage vor dem Start, also am 15. Dezember, werden Oberstufe und Nutzlast zum Startplatz gebracht, wo die vorgesehene Sojus-Rakete bereits unter einem mobilen, geschlossenen Montageturm wartet. Dort wird Gaia auf die dritte Stufe der Sojus aufgesetzt.
Mehr als nur Positionsmessungen
oder: Wie will man die unglaubliche Aufgabe realisieren?
Nach dem Start wird Gaia gut einen Monat später am Lagrange-Punkt 2 –vielleicht schon mal gehört?- ihre Arbeit aufnehmen. Dieser L2-Punkt liegt von der Sonne aus gesehen in der Verlängerung Sonne-Erde rund 1,5 Millionen Kilometer „hinter“ der Erde. An diesem Punkt heben sich die Zentrifugalkraft der um die Sonne kreisenden Sonde und die Anziehungskraft von Sonne plus Erde auf.
Der Gleichgewichtspunkt bietet, wegblickend von der Sonne, optimale Voraussetzungen für die Beobachtung des Universums. Gaia wird über fünf Jahre rund eine Milliarde Sterne der Milchstraße in einer nie da gewesenen Präzision messen. Damit sind zwar nur rund ein Prozent (!) der Milchstraßensterne erfasst, das reicht aber für einen Quantensprung in der Himmelskartographie.
Damit reicht es für etliche Superlative, vielleicht auch für einige Zeit für den Titel „Mission mit den meisten Superlativen“.
Neben Sternen sollen bislang unentdeckte Himmelskörper im Sonnensystem und an seinem Rand erfasst werden.
Man verspricht sich neben einem Schub bei der Entdeckung von Exoplaneten auch neue Erkenntnisse über Sterngeburten, Sternleichen, Supernovae, Quasare und Schwarze Löcher in den Zentren anderer Galaxien.
Ein genaues dreidimensionales Modell der Milchstraße und ihrer näheren Umgebung, in dem sich auch die zeitlichen Abläufe exakter als bisher nachvollziehen lassen, ist ein weiteres Ziel.
Antworten erhofft man sich auch auf andere Fragen, nicht zuletzt eignet sich die Messgenauigkeit für experimentelle Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Die Distanzen zu den Sternen wird Gaia mit Hilfe des Parallaxenverfahrens messen. Für rund 99 Prozent der gemessenen Sterne ist die Entfernung noch nie exakt ermittelt worden.
Neben der Entfernung werden Helligkeit, Temperatur, chemische Zusammensetzung und Masse ermittelt.
Jeder Stern wird in den fünf Jahren durchschnittlich 70 Mal analysiert. Um den gesamten Himmel zu erfassen, wird sich Gaia viermal am Tag um sich selbst drehen. Durch diese sich kontinuierlich verändernde Ausrichtung der Rotationsachse wird das Sichtfeld erweitert.
Die zylindrische Gaia hat einen Durchmesser und Bauhöhe von etwas über 3 Metern und ein Gewicht von 2.030 Kilogramm.
Die Nutzlast besteht aus zwei Teleskopen und drei wissenschaftlichen Instrumenten. Sie sind auf einem extrem verformungsresistenten Keramik-Träger aus Siliziumkarbid montiert.
In der Sonde legt ein Lichtstrahl durch Umlenkungen 35 Meter zurück, bevor er auf den Detektor trifft. Gegenüber dem menschlichen Auge können 400.000-mal lichtschwächere Objekte registriert werden.
Mit dem Astrometer wird auch die Distanz der nächsten Sterne mit einer bislang einzigartigen Genauigkeit von plus/minus 0,001 Prozent berechnet.
Der Sonnenschutz wird den astronomischen Instrumenten ständig Schatten bieten. Die Temperatur im Nutzlast-Modul wird damit nahezu konstant bei minus 110 Grad Celsius gehalten, Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit von Gaia.[/B] Brrrrr.
Weitere Links für den Interessenten zu Gaia kann ich gern mailen.
Dann seien wir gespannt auf das vorweihnachtliche Feuerwerk der ESA!
[SIZE=14]Und ein Gutes Gelingen für die nächsten 5 Jahre
1. Update
[B]START am 19. Dez. um 10:12 Uhr in Kourou ERFOLGREICH
Um 10:54:59 Uhr wurde Gaia erfolgreich ausgesetzt -
Glückwunsch an Russland zum erfolgreichen Start!
Um 11:55:17 Uhr wurde Gaias Sonnenschutzschirm erfolgreich entfaltet.
Der Vorgang begann 1 Std. 17 Min. nach Flugzeit und dauerte 10 Min.
Quellen: ESA-Bulletin 155, ESA-Gaia-Blog, Astrium, DLR, Raumcon, und Roland Fischer)
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| Olympiafackel mit SOJUS zur ISS - die Mission 38 |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 04.11.2013, 20:41 - Forum: Die LSK / LV
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Hallo an Alle im Forum im (leidigen) November, Olympiafans unf Freunde!
Heute ein paar Gedanken um das interessante Thema: "Die Olympiafackel in der Sojus" - die Mission 38 Soyuz TMA-11M
Ein Ereignis in 2013, welches es so noch nie gab
– die Olympiafackel schließt den Weg zur ISS mit ein !!!
Es hat mancher sicher schon gelesen und auch mancher mag sagen, so ein Aufwand für ein –zwar reales, wohl aber auch symbolisches - Ereignis.
Ich finde es immerhin phantastisch, dass auch solche Ideen realisiert werden können. Umso mehr wird die Station als integrales Gemeinschaftswerk hervorgehoben.
Der olympische Gedanke also schließt nichts aus – gesagt ohne Pathos.
Und sicher ein kluger Zug der Russen als Ausrichter der Winterspiele in Sotschi.
Wie die STIMME RUSSLANDS vermeldet, werden vier Flugzeuge und 14 Hubschrauber am 7. November dem Start des Sojus-Raumschiffs, das die Olympiafackel ins All bringen soll, beiwohnen.
Darüber berichtete der Pressedienst des Militärbezirks Zentrum.
Da bin ich selbst gespannt, wie diese Formationen im Umfeld des Startplatzes für die Journalisten operieren werden.
Ob dieses einmalige Ereignis - im NASA-TV sicherlich übertragen - für uns auf der Seite http://spacelivecast.de/ aufbereitet wird, weiß ich derzeit noch nicht. Das hängt davon ab, ob die Moderatoren Klaus & Thomas Zeit haben. Wenn die Einladung kommt, gebe ich sie weiter.
Das Startfenster sollte zwar definiert sein, nach NASA-Angaben erfolgt der Launch am 06. November, aber 07. November entsprechend Ortszeit Kasachstan. Astana hat GMT + 6 Stunden, d.h., wir reden über eine Zeitdifferenz von 5 Stunden. Somit wird es sich um den späten Abend / Nacht am 06. November handeln.
Die Crew der 38. ISS-Expedition ist bereits am 26. Oktober vom Flugplatz Tschkalowski bei Moskau zum Raumbahnhof Baikonur gestartet. Die Kosmonauten sollen am 7. November das Feuer der Olympischen Winterspiele in Sotschi zur Umlaufbahn liefern.
Die Fackel wird auf dem Emblem der Crew abgebildet sein, auch die Rakete und das Raumschiff werden Olympiasymbolik enthalten.
Die so genannte Olympiacrew besteht aus drei Kosmonauten: Koichi Wakata (Japan), Richard Mastracchio (USA) und Schiffskommandant Michail Tjurin (Russland).
An Bord der ISS findet dann ein eigener Staffellauf statt:
Die noch nicht angezündete Fackel wird durch alle Segmente der Station getragen, und dann geht sie ins freie Weltall hinaus.
Damit das alles so erfolgen kann, war diese Vorbereitung „da oben“ erforderlich:
Das Raumschiff Sojus TMA-09M mußte am 01.11. umgedockt - den Landeort des Kleinforschungsmoduls „Rasswet“ verlassen und ist am Servicemodul „Swesda“ an der ISS wieder angedockt, wie die Flugleitzentrale mitteilte.
An Bord befanden sich drei von sechs ISS-Crewmitgliedern, der Russe Fjodor Jutschichin, die Amerikanerin Karen Nyberg und der Italiener Luca Parmitano
Im Laufe des Manövers bereitete das Schiff freien Raum für Sojus TMA-11M vor, das eben am 7. November starten soll.
Dieses „Umdockmanöver“, das auch automatisch hätte ablaufen können, wurde aber per Hand gesteuert und lief problemlos ab. Doch im Fall eines Misslingens mit der Automatik wie gesagt, hätte das den Verlust der Kapsel als “Rettungsboot” für die drei Astronauten bedeutet, die mit ihr 11. November wieder landen sollen.
Das Trio hätte um 9.33 Uhr deutscher Zeit per Hand vom “Rasswet”-Modul abgelegt, wie das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mitteilte. 21 Minuten später habe Jurtischichin über der russisch-ukrainischen Grenze die Kapsel am “Swesda”-Modul angekoppelt. Wäre das nicht gelungen, hätten die Astronauten zur Erde zurückkehren müssen.
Das Trio hatte das Manöver, das von der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA live übertragen wurde, am Donnerstag gründlich vorbereitet.
Sie entkonservierten dazu die Bordsysteme des Raumschiffes und kontrollierten deren Funktionstüchtigkeit. Zudem prüften sie ihre “Sokol”- Raumanzüge, die Konturensitze und die Funkverbindungen.
Ein Manöver, bei dem sich das Raumschiff etwa 180 Meter nach unten von der ISS entfernte und dann in einem Viertelkreis ans hintere Ende ihrer Längsachse zurückkehrte.
Für Vierfach-Kosmonaut Jurtschichin war dies bereits die zweite Umkopplung. 2010 hatte er schon einmal ein solches Manöver vollzogen –allerdings in umgekehrter Richtung, das heißt vom “Swesda”-Modul zum (damaligen) Neuankömmling “Rasswet”.
Mit der Umkopplung ist nun der Weg frei für den Empfang des Raumschiffes “Sojus TMA-11M”, das wie gesagt, am 7. November vom Kosmodrom Baikonur in Kaschstan starten und knapp sechs Stunden später die ISS erreichen soll.
Die Fackel soll am 9. November bei einem Ausstieg mit in den freien Raum genommen werden und am 11. November mit Jurtschichin, Nyberg und Parmitano am Ende ihrer dann 166-Tage-Mission wieder den Heimweg antreten.
Soweit das „Olympia-Programm“
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| Bad Düben, Altwarp, Banzin |
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Geschrieben von: ulkig - 10.10.2013, 19:57 - Forum: Gesucht wird ...
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Hi, bin heute zufällig auf dieses Forum gestoßen. Gibts denn noch ein paar Leute, welche obengenannte Orte aus "verteidigungstechnischen" Gründen zwischen 1978 und 1981 bereist haben. Uffz. Kirmße vom Erdbeersucher habe ich ja schon auf Bildern entdeckt.
Volker
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| PROTON-M mit ASTRA 2B wieder im Orbit |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 02.10.2013, 14:34 - Forum: Die LSK / LV
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PROTON wieder im Orbit
Russische “Proton-M”-Rakete bringt den "Astra 2E" ins All
Liebe Freunde und Interessenten im Forum
mit der erfreulichen (noch-September)-Nachricht,
dass der schwere Träger PROTON-M nach dem Juli –Desaster den ASTRA 2B von Astrium erfolgreich in die vorgesehene Orbitposition gebracht hat.
Es gibt ja hier permanente Differenzen Moskau / Astana um den Einsatz dieses schweren Trägers, der mit dem hochtoxischen Treibstoff Unsymmetrisches Dimethylhydrazin (UDMH) fliegt.
Kasachstan macht dabei, sicher zurecht, immer wieder Umweltschutzfragen geltend.
(Übrigens stammte die im Juli havarierte Proton bereits aus einer 2011er Produktion des Chrunitschew Konzerns)!
Auf der anderen Seite muß man aber auch pragmatisch feststellen, dass die Proton (max. 22 t Nutzlast, ~ 700 t Gesamtmasse) ein konkurrenzlos günstiges Leistungsverhältnis pro Kg Nutzlast aufzuweisen hat, das sie derzeit unentbehrlich macht.
Wenngleich man sich mit Astana auf eine schrittweise Verringerung der Startfrequenzen bis 2020 wohl auf Null geeinigt hat, werden noch eine Vielzahl von Starts erfolgen müssen, um die Carrieraufgaben zu erfüllen.
Nach RIA Novosti ist der Kalender bis Jahresende 2013 jedenfalls ganz schön verdichtet (was ja vorher zusehen war, wenn Zwangspausen verordnet werden).
So sind noch 14 Startprozesse abzuarbeiten, um das gleich mit einzufügen:
8 X Baikonur, 4 X Plessezk (bisher milit), 1 X Kourou, 1 X Dombarowski (milit).
Bemannt ISS ist klar mit dabei.
Also: Am 20. Oktober schon soll mit der Proton-M der Rundfunksatellit SIRIUS FM 6 in den Orbit gehen,
am 05. November dito ein „Weltraumgerät“ für das russ. Verteidigungsministerum,
am 07. November mit dem Arbeitspferd Sojus eine neue Crew zur ISS,
am 26. November ISS-Nachschub mit dem Progress-M-21- Frachter
am 20. November ein besonderer Sojus-Start von Kourou, Französisch-Guayana und
am 21. November ein Clusterstart mehrerer „Weltraumapparate“ von Dombarowski.
Weitere Starts sind unter anderem für 14., 28. und 30. November sowie 08., 23., 24., 25. und 26. Dezember vorgesehen.
So der Zeitplan, sehr ambitioniert, wie man erkennnt.
Zu der Sojus-Mission am 20. November KOUROU denke ich, kann ein Artikel vorbereitet werden, da diese Mission sehr global angelegt ist. Demnächst hier.
Nicht vergessen vom September seien noch der „ANTARES“-Start mit Cygnus2 (erfolgreich von ISS eingefangen)
- über Antares hatten wir schon diskutiert – die modifizierten „ZENIT“ aus dem Konversionsprogramm als dessen Basisstufe genutzt. >>>Früher der Träger der Kosmos-Satelliten oder als Energia-Booster u.s.w. ein erfolgreiches (altes) Modell.
Und zu erwähnen, Mitte September ein ATLAS 5 Start, um den dritten aus einer Reihe US-amerikanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All zu bringen. Der Start mit dem AEHF 3 genannten Raumfahrzeug erfolgte von der Rampe 41 der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS).
- Deswegen erwähnt, weil mit einer Startmasse von rund 6.170 Kg von der Atlas V in 531-Konfiguration transportiert.
Das bedeutet, dass auf der Zentralstufe mit dem Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden russischen RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS
eine Centaur-Oberstufe mit einem Triebwerk aufgesetzt war, seitlich an der Zentralstufe drei Feststoffbooster von Aerojet angebracht waren und die von der RUAG beigesteuerte Nutzlastverkleidung 5 Meter Durchmesser (!) hatte.
- Es war gleichzeitig der 40. Start dieses Trägers und es gelang, nach einer Übergangsflugbahn sie einen supersynchronen Transferorbit zu bringen, um später den geostationären Orbit einzunehmen.
Schließlich noch der erfolgreiche Start der verbesserten „FALCON-9“ der privaten „SpaceX“ in der gestreckten und mit neuen Triebwerken ausgestatteten Version 1.1 .
Sie hob gegen 18.00 Uhr am 30. Sept. vom Startplatz Vandenberg ab und beförderte den kanadischen Satelliten CASSIOPE als Hauptnutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn.
9 Merlin-1D Triebwerke der ersten Stufe in veränderter Anordnung, eine neue Starteinrichtung und der Technikansatz, aus einem Verlustträger einen Wiederverwendbaren zu machen, gelangen im ersten Ansatz in Teilen.
Die zweite Stufe, ebenfalls mit einem Merlin 1D für den kosmischen Raum, konnte im Video gut beobachtet werden.
Übrigens steht der Livestream des Starts als Replay dankenswerter Weise auf
http://spacelivecast.de/ mit einer neuen Übertragungssicht zur Verfügung.
Es galt hier das Triebwerksverhalten und den Starttisch genau zu beobachten, sowie mit den Bordkameras den Flug selbst. Hochinteressant, Empfehlung wer Interesse hat.
Nun ist es doch wieder mehr geworden, tut mir leid, aber Oben ist eben auch jede Menge los …
Herzlichst
Rainer
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| 35 Jahre Erster und Letzer Raumflug DDR - UdSSR |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 27.08.2013, 16:17 - Forum: Die LSK / LV
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Als DDR-Bürger gestartet und als Erster Deutscher gelandet:
Vor 35 Jahren – Der Erster und Letzte WELTRAUMFLUG „ DDR - UDSSR „
Wie wir Ältere uns gern erinnern und für die jüngeren Generationen als historische Info. - fand der erste und zugleich letzte Raumflug UdSSR – DDR vom 26. August bis zum 3. September 1978 statt.
DDR-Forschungskosmonaut Sigmund Jähn und sein sowjetischer Kommandant Waleri Bykowski starteten vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan mit dem Raumschiff “Sojus 31″ zur Raumstation “Salut 6″ und landeten mit dem Raumschiff “Sojus 29″ rund 140 Kilometer östlich von Dsheskasgan.
Seine Flugzeit betrug rekordverdächtige knapp 8 Tage.
Die DDR-Medien feierten das mit der Einheitsschlagzeile “Erster Deutscher im All ein Bürger der DDR”.
Mit dieser Mission wurde die DDR nach der UdSSR, den USA, der CSSR und der VR Polen das fünfte Land der Welt, das einen Vertreter in den Weltraum geschickt hat. Und Sigmund Jähn wurde der 90. Mensch im All.
Ein zweiter gemeinsamer Flug, bei dem Jähns Double Eberhard Köllner zum Einsatz gekommen wäre, kam aus finanziellen Gründen nicht mehr zustande.
Die Forderungen der UdSSR waren wohl zu hoch. Sehr schade bei dem Potential.
Jähns Forschungsprogramm in “Salut 6″ umfasste 22 Experimente aus den Fachgebieten Medizin, Biologie, Physiologie, Werkstoffkunde, Technologie und Fernerkundung. Bei der Durchführung wurde er von Bykowski sowie der Salut 6-Besatzung mit Wladimir Kowaljonok und Alexander Iwantschenkow unterstützt
Nach seiner Rückkehr (über die Landung der Kapsel wurde schon berichtet) hat Jähn seine Erfahrungen bei dem Flug in dem Buch “Erlebnis Weltraum” zusammen gefasst. Seine Dissertation von 1983 zur Arbeit mit der Multispektralkamera MKF 6 aus dem VEB Carl Zeiss Jena wurde zur Vertraulichen Verschlusssache (VVS) ! erklärt und erst fünf Jahre später freigegeben. Das war eben so in der Zeit des Kalten Krieges.
Interessant verbal in dem Zusammenhang aus heutiger Sicht vor allem:
Jähn startete als DDR-Bürger und landete als Erster Deutscher. Unsere Menschen waren ja DDR-Bürger und nicht schlechthin „Deutsche“. Diese verbale Aussage wurde, glaube ich, gar nicht so tiefgründig wahrgenommen. Dabei gab es natürlich begrifflich das „Neue Deutschland“ oder die Blockparteien neben SED (immer …Partei -Deutschlands).
Heute kann man das schon tiefgründiger sehen.
[ALIGN="center]***[/ALIGN]
Ein prägnanteres Erlebnis war dem derzeitigen Langzeitrekordhalter Sergej Krikaljow beschieden:
Der gebürtige Leningrader hat bei seinem zweiten Flug die Auflösung der Sowjetunion im All erlebt.
Er war am 18. Mai 1991 als Bürger der UdSSR zur Raumstation MIR gestartet und am 25. März 1992 als Bürger der Russischen Föderation zur Erde zurückgekehrt.
Als erster Kosmonaut wurde der “Held der Sowjetunion” dafür mit dem Titel “Held der Russischen Föderation”“ ausgezeichnet. Inzwischen gibt es vier Kosmonauten mit diesem Doppel-Titel.
Seinen fünften Flug absolvierte Krikaljow zusammen mit seinem Landsmann Juri Gidsenko und dem Amerikaner Bill Shepherd als erste Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ISS.
Seit 2009 ist der Jubilar (55) verantwortlich für die Ausbildung der russischen Kosmonauten und der Raumfahrer der ISS-Partner.
Der Jubilar ist mit 803 All-Tagen bei sechs Raumflügen mit russischen Sojus-Kapseln und US-Shuttles zwischen 1988 und 2005 der absolute Langzeitflugrekordler.
Zudem hat er bei acht Ausstiegen 41:26 Stunden im freien Raum gearbeitet.
Und noch eine Anfügung im Bezug auf den letzten PROTON-Artikel im Forum:
Die ersten Verantwortlichen für den Absturz der Proton-M-Trägerrakete vom 2. Juli in Baikonur (Kasachstan) sind vom Herstellerwerk “Chrunitschew” entlassen worden.
Ihnen werde vorgeworfen, ihren Pflichten bei der Fertigung und Startvorbereitung der Rakete nur unzureichend nachgekommen zu sein, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Am 2. Juli war die Rakete kurz nach dem Start abgestürzt und noch auf dem Gelände des Kosmodroms am Boden explodiert. Dabei gingen große Mengen hochgiftigen Treibstoffs Hydrazin in Flammen auf.
Ursache der Katastrophe, bei der drei Satelliten des Weltraumnavigationssystems GLONASS zerstört wurden, waren 3 falsch eingebaute Winkelgeschwindigkeits Sensoren.
Dabei stellt sich natürlich auch die Frage einmal nach der Nichterkennbarkeit des Fehlers und zweitens, wie das konstruktive Detail diesen Falscheinbau überhaupt zulässt. Nun ja, man wird teuer daraus lernen.
Soweit die August- News für den Interessenten oder Neugierigen mit dem
© Gerhard Kowalski
Herzlichst
Rainer
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| Ausweichflugplatz Garz |
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Geschrieben von: schloßkirche - 29.07.2013, 18:47 - Forum: Die LSK / LV
- Keine Antworten
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Beim Ostseeurlaub habe ich die ehemalige Wirkungsstätte besucht-ich habe meiner Familie den Ausweichflugplatz "Garz" auf Usedom gezeigt. Der KDL ist ja nicht mehr vorhanden,das sonstige Gelände ist mit dem öffentlichen Flugplatz noch in Betrieb und die ehemaligen Unterkünfte gehören einer Behindertenwerkstatt an. Ich durfte dort auch einmal in den Wohnbereich, um zu sehen, was aus unseren Zimmern geworden ist.
Nostalgie?Ostalgie?-Nein-Positive Erinnerungen an einen bestimmenden Teil meines Lebens-ich möchte ihn nicht missen!
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| PROTON-Desaster vom 02.Juli - Ein Kommentar |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 03.07.2013, 21:25 - Forum: Die LSK / LV
- Keine Antworten
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Liebe Interessenten im Forum!
Am Dienstag ereignete sich in Baikonur ein Fehlstart mit dem schweren Träger "Proton M". Vielleicht hat der Eine oder Andere die Meldung gelesen. Das russische TV hatte eine Übertragung geschaltet und somit war das Ereignis live zu verfolgen. Im Netz der Link youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=uTRKFj8s...r_embedded
Ich denke, ein raumfahrt-journalistischer Kommentar dazu von G. Kowalski steht auch hier an der rechten Stelle.
Eine Raumfahrtkatastrophe zur Unzeit (Kommentar) von Gerhard Kowalski
Berlin, 2. Juli 2013
– Der Proton-Absturz am Dienstagmorgen auf dem Kosmodrom Baikonur in Kasachstan kommt für die russische Raumfahrt zur Unzeit.
Just in dem Moment,da die nationale Raumfahrtagentur Roskosmos ihre Ziele bis 2018 formuliert hat und die marode Branche wieder auf Erfolgskurs bringen will,zerschellte die schwere Trägerrakete knapp eine halbe Minute nach ihrem Start am Boden.
600 Tonnen hochtoxischen Treibstoffs produzierten einen gigantischen Feuerball,in dem drei Glonass-Satelliten für Präsident Wladimir Putins Lieblingsprojekt verglühten,das gleichnamige Weltraumnavigationssystem. Wie durch ein Wunder kam kein Mensch ums Leben,als die Rakete rund 2,5 Kilometer vom Startplatz 81 entfernt aufschlug. Der materielle Schaden wird auf 200 Millionen Dollar geschätzt,der ideelle ist noch nicht abzusehen. Experten bangen um das Prestige der einstigen Vorzeigebranche und befürchten die Stornierung von Aufträgen für die Rakete,die seit 1965 bereits 388 Mal gestartet ist.
Experten konstatieren inzwischen mit Erleichterung,dass sich die Giftwolken am Katastrophenort wegen des Regens nicht so richtig ausbreiten konnten. Die Umweltschäden etwa in Form von Vergiftung des Oberf lächenwassers halten sich dadurch offenbar in Grenzen. Dennoch wurde die örtliche Bevölkerung aufgerufen,nur Mineralwasser aus Flaschen oder Leitungswasser zu trinken.
Der Absturz hat auch hohe Wellen in der Kremlführung geschlagen. Präsident Putin lässt sich laufend berichten,und Premier Dmitri Medwedjew verlangte von seinem für das Militär und die Raumfahrt zuständigen Vize Dmitri Rogosin die Vorlage einer Liste der Schuldigen. Das heißt wohl,dass bald Köpfe rollen werden.
Ungewöhnlich zurückhaltend reagiert dagegen Kasachstan,auf dessen Territorium Baikonur liegt. Die Sache sei eine „innere Angelegenheit Russlands“,sagte der Chef der kasachischen Raumfahrtagentur Kaskosmos,Talgat Mussabajew. Schließlich liege die Absturzstelle auf einem Territorium,das Russland von Kasachstan gepachtet habe. Zudem befänden sich keine kasachischen Siedlungen im Bereich der Giftwolken.
Der Ex-Kosmonaut der UdSSR,der nach dem Zerfall des Sowjetimperiums einen sagenhaften Aufstieg in Kasachstan gemacht hat,hat seine ehemaligen Landsleute bisher immer wieder hart attackiert und Millionen für echte oder vermeintliche Umweltschäden erpresst,die durch den Absturz ausgebrannter Raketenstufen oder durch Raketentrümmer nach Fehlstarts verursacht wurden.
Ein Dorn im Auge waren ihm vor allem die Proton-Raketen wegen ihres hochgiftigen Treibstoffs. Nach Abstürzen verhängte Mussabajew immer wieder Startverbote. Erst jüngst setzte er durch,dass bis 2020 die Proton-Starts überhaupt eingestellt werden. Mussabajew sieht sich jetzt in dieser Forderung bestätigt.
Noch sind die Ursachen für das Proton-Desaster nicht bekannt, zumal diesmal nicht die Oberstufen schuld sind,sondern – und das ist eine neue Qualität – offenbar die Rakete selbst versagt hat. Doch unabhängig davon gehen Experten davon aus,dass es sich wohl um den „Faktor Mensch“ handelt.
Denn die Konstruktion der Rakete ist ausgereift und hat sich viele Jahrzehnte bewährt. Die sich häufenden Fehler der vergangenen Zeit können deshalb nur auf Produktionsfehler zurückzuführen sein.
Inzwischen hat auch Roskosmos eingeräumt,dass die gesamte mittlere Generation der Facharbeiter fehlt. Die Ursache sind die niedrigen Löhne,die nur rund 900 Euro betragen,und die Weigerung der Uni- und Hochschulabsolventen,nach ihrem Studium in den Raumfahrtschmieden uralte Raketen wie die Proton oder Sojus nachzubauen statt neue zu entwickeln
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| NFB-8 od.FuTK-611 |
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Geschrieben von: fauli - 09.06.2013, 12:17 - Forum: Gesucht wird ...
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Suche Fotos von meinem Vater Herwig Faulwetter. Vielleicht hat jemand ein Gruppenfoto. Er hat beim ASK Fußball gespielt. Ein Freund von ihm war Thomas Reichelt. Könnte also sein, dass er auch der FuTK-611 unterstellt war.
War vor 2 Wochen nach 30 Jahren wieder in Marxwalde. Die Kaserne wird gerade abgerissen und auf dem Flugplatz gibts ein riesen Solarpark. Auf den Bereich der Kaserne soll auch ein Solarfeld errichtet werden. Als Kind stand ich immer am Zaun und habe die Starts und Landungen der MIG's beobachtet.
Wenn jemand ein Foto hat, würde ich mich freuen.
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| ANTARES - Jungfernflug als Kooperationserfolg |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 22.04.2013, 13:56 - Forum: Die LSK / LV
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Hallo an alle Interessenten im Forum!
Wieder gibt es über ein Event der Extraklasse zu berichten:
Neue US-Trägerrakete “Antares” im dritten Anlauf
erfolgreich getestet
Die neue kommerzielle Trägerrakete “Antares” des
US-Unternehmens Orbital Sciences Corp. hat am Sonntag, 21. April 2013 im dritten Anlauf ihren
ersten Testflug erfolgreich absolviert.
In einem hervorragenden Livestream auf der Seite http://www.spacelivecast.de
war dieses Event zu verfolgen. Ich denke, das es auch als Replay zur Verfügung steht mit dem deutschen Kommentar und vielen Details für alle Interessenten.
Der zweistufige Träger hob am 23.00 Uhr deutscher Zeit problemlos vom Regionalweltraumbahnhof Wallops Island im Bundesstaat Virginia ab.
Ein erster Versuch musste am Mittwoch zwölf Minuten vor dem Start abgebrochen werden, weil sich ein Versorgungskabel der zweiten Raketenstufe gelöst hatte.
Der zweite war am Samstag wegen schlechten Wetters abgesagt worden.
“Antares” setzte bei dem Test eine Demonstrationsnutzlast von 3,8 Tonnen im Weltraum aus, teilte das in Dulles ansässige Unternehmen mit.
Damit kann die Rakete im Sommer das Privatraumschiff “Cygnus” zu einem Testflug mit rund zwei
Tonnen Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS auf den Weg bringen.
Wenn auch dieser Test gelingt, ist noch vor Ende des Jahres die erste kommerzielle Versorgungsmission geplant.
“Antares” wurde in Zusammenarbeit mit der Luft- und Raumfahrtagentur NASA
entwickelt.
Die NASA bezahlt Orbital Sciences für acht Missionen zur ISS bis 2016 1,9 Milliarden Dollar.
Bedeutsam ist die – eher unterschwellige Kooperation – von Orbital Sciences Corp. Dulles mit dem Konstruktionsbüro Yuzhnoye und Hersteller Yuzhmash / Ukraine, denn die Amerikaner kauften die erfolgreiche „Zenit“-Erststufe für das Antares- Projekt.
Diese Zenit steht z.B. für die vielen „Kosmos“-Satelliten Starts oder in einer anderen Verwendung als Booster für das damalige „Energia-Buran“ Projekt.
Ebenfalls aus Konversionsverträgen (man kann mich korrigieren) sollte die „Zenit“ zur friedlichen Nutzung ausreichend zur Verfügung stehen.
Somit war der gestrige Erfolg auch für die NASA sehr entscheidend, denn ein weiteres mal ist ein russisches System – hier die modifizierte Zenit-Erststufe - erfolgreich in ein amerikanisches integriert worden.(Wir kennen ja auch die Konfiguration der schweren Saturn-V mit den russischen TW RD-108).
Das kalifornische Konkurrenz-Unternehmen SpaceX hat bereits 2 von insgesamt 12 Versorgungsflügen seiner “Dragon”-Kapsel absolviert, für die es von der NASA 1,6 Milliarden Dollar erhält.
“Dragon” und “Cygnus” ersetzen die Space Shuttles, die 2011 aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingemottet wurden.
Wir sind gespannt, wie die nächsten Testflüge mit der „echten“ Cygnus-Kapsel verlaufen, um am Jahresende zwei unbemannte Versorger der ISS zur Verfügung zu haben.
Immer recht neugierig, der Weltraum ist immer sehr interessant.
Herzlichst
Rainer
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| –Zum Internationalen Tag der Raumfahrt am 12. April |
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Geschrieben von: Rainer Blum - 10.04.2013, 18:34 - Forum: Die LSK / LV
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Liebe Interessenten der Luft- und Raumfahrt, die eben im Forum unterwegs sind -
wie alljährlich, wird am 12. April des Jahres dieser Tag feierlich begangen.
Besonders natürlich in Russland, dessen Vorzeigebranche die Kosmosforschung war und ist.
Beachtlich aber auch die Nuance, daß hier eine "neue Nüchternheit" eingekehrt ist.
Ein Artikel für dapd - hier für Euch im Wesentlichen übernommen - analysiert verschiedene Gründe:
Gagarins Ruf und Ruhm verblassen im neuen Russland –Zum Internationalen Tag der Raumfahrt am 12. April
— Der Ruf des Juri Gagarin ist im neuen Russland leider nicht mehr das, was er zu Sowjetzeiten einmal war.
Der Name des ersten Kosmonauten der Welt und sein Ruhm verblassen immer mehr.
Gewiss, seine Denkmäler wurden nicht wie die so manch anderen Helden nach dem Zerfall der UdSSR geschleift. Zum 50. Jahrestag des historischen Fluges vom 12. April 1961 kamen sogar noch einige hinzu. Doch nicht erst seit diesem großen Jubiläum vor zwei Jahren ist auch eine neue Nüchternheit eingezogen.“
Soziologische Umfragen besagen, dass 81 Prozent der Bürger der Russischen Föderation nicht einen einzigen der heute aktiven Kosmonauten namentlich kennen und sich auch nur mit Mühe an einige Namen der einstigen ´Gagarinschen Garde´ erinnern können”, sagte der Sprecher des Instituts für Kosmosforschung (IKI),Juri Saizew, der Nachrichtenagentur dapd in Moskau.
Auch die Hochschulen schlügen Alarm, weil die Studenten “elementare Wissenslücken” hätten. Sie wüssten zwar das Datum der Schlacht von Kulikowo gegen die Mongolen (1380) unter Großfürst Dmitri Donskoi, kennen sich aber in der jüngsten Geschichte ihres Landes überhaupt nicht aus, fügte Saizew hinzu.
Im Russland des 20. Jahrhunderts habe es zwei große Themen gegeben:
Der Sieg im Zweiten Weltkrieg und Gagarin, betonte der Sprecher.
“In den 1960-er Jahren träumte jeder zweite Schüler davon, Kosmonaut zu werden, heute will jeder erste Oligarch werden.”
Hinzu komme, dass Russland in der Weltraumforschung immer weiter zurückfalle, sagte Saizew. Die Ursache dafür sei allerdings nicht hauptsächlich in der Technik, “sondern in den Defekten der Gesellschaftsordnung, im Bewusstsein”, zu suchen. Wann es hier zu irgendwelchen Veränderungen zum Positiven kommt, könne niemand voraussagen.
Auch der Chef des Kosmonautenausbildungszentrums “Juri Gagarin” im “Sternenstädtchen” bei Moskau, Sergej Krikaljow, beklagt das geringe Interesse der heutigen Generation an der Raumfahrt und am Kosmonautenberuf. Bei der jüngsten ersten offenen Ausschreibung hätten sich lediglich 304 Bewerber gemeldet, von denen acht probeweise ins Kosmonautenkorps aufgenommen wurden.
Als einen der Gründe für das lamentable Prestige der einstigen Vorzeigebranche, die serienweise Helden produzierte, nannte der Sechsfach-Flieger die niedrigen Löhne. In der Tat verdienen russische Kosmonauten umgerechnet nur rund 1.500 Euro im Monat.
Wer also Geld machen wolle, dürfe nicht in die Raumfahrt gehen, sagte Krikaljow resigniert.
April 9th,2013 | Category:Raumfahrt
Nun sind die nüchternen Töne gar nicht mehr so selten und so muß man konstatieren, daß reihenweise Programme aufgelegt und von höchster Stelle abgesegnet sind, über die Jahre Grundstrukturen zu ändern.
Das letzte z.B. sei - vom Thema hier angefügt
"Roskosmos´s Entwurf für die Modernisierung der Wirtschaft durch Nutzung der Raumfahrtergebnisse" bis 2030 laufend,
zeigt, man macht sich schon erhebliche Gedanken, die einstige Vorzeigebranche wieder zu dem zu machen, was sie mal war.
Und es ja beileibe nicht so, daß man "nichts" vorzuzeigen hätte ...
... Siehe mein letzter Beitrag zum "Expreßflug in den Orbit".
UND AUSSERDEM -
- nach "RIA Novosti" ... fällt Raumfahrt ohne SOJUS ohnehin aus:[/B] denn
Russland bleibe bis Ende des Jahrzehnts ein einziges Land, das die Raumfahrtbesatzungen zu ISS bringt, berichtete den Journalisten der Leiter der bemannten Raumfahrtprogramme von russischen Raumfahrtagentur Roskosmos Alexej Krasnow.
„Wir haben das Thema mit Kollegen aus den USA am Raumbahnhof Baikonur diskutiert. Sie sagen, dass die nötigen Weltraumtransportmöglichkeiten zu ISS wegen der Budget-Sequestrierung etwas später als geplant einsatzbereit wären“, sagte er.
Derzeit bleibt ein einziger Weg zu ISS für die Raumfahrtbesatzungen - nämlich mit einem russischen „Sojus“.
Herzlichst
Rainer
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